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Unverdautes
Nein, wie erwartet geht es mir heute nicht besser, ich stehe schon wieder kurz vorm Ausrasten, habe schon geheult, mich bei A beschwert – alles nützt nichts. Doch wenigstens habe ich eine Erklärung, ist doch ganz einfach: es ist der jährlich wiederkehrende Novemberblues! Hauptsache man hat eine Bezeichnung für seine Krankheit, doch wo bleibt die Medizin? Beim Frühstück fällt mir ein, dass ich letzte Nacht sehr realistisch von meinen Unfall geträumt habe, der schon 30 Jahre zurückliegt, und mir ist aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr daran gedacht und noch nie darüber geschrieben habe.
November 1979
Ich schlage die Augen auf, offenbar liege ich auf dem Boden, über mir dicht an dicht entsetzte Gesichter mit aufgerissenen Mündern. Ich will aufstehen, will fragen, was los ist, da kommt ein junger Typ, kniet sich neben mich, fast mich fest an und drückt etwas auf meine Nase, fragt mich, ob ich Schmerzen habe, dass er bei mir bleibe, gleich ein Krankenwagen käme, er redet die ganze Zeit in beruhigendem Tonfall auf mich ein und fast mich dabei an. Ich sehe die anderen Menschen, die mit den offenen Mündern nicht mehr, ich schaue nur ihn an. Nein, ich habe keinerlei Schmerzen! Ich glaube, es war doch anders, er muss als ich zu mir kam schon bei mir gewesen sein, da Heide mir später erzählte, dass der Taxi fahrende Medizinstudent unsere Höllenfahrt gestoppt habe, sie darauf aufmerksam machte, dass ein Mensch am langen Schal hinter ihrem Käfer hergeschleift würde. mehr…
Novemberstimmung
Sehr früh von Bohrgeräuschen geweckt worden: ich dreh mir Stoppen in die Ohren, setzte meine Schlafbrille auf, doch der ohrenbetäubende Lärm dringt durch, nach 10 Min. reiß ich mir die Stoppen aus den Ohren und die Brille von der Nase und stelle fest, dass A schon das Handtuch bzw. die Decke geworfen hat – schlaftrunken bereiten wir unser Breakfast. Wir hängen beide unseren Gedanken nach… mehr…
Desillusionierung
Wenn ich bestimmte Musik höre, bin ich wieder Jugendliche: möchte mit der Musik verschmelzen, verbrennen, vergehen – nicht einfach so weiter machen.
Im Grunde besteht das Leben ab einem gewissen Alter (schwankend) nur noch aus Desillusionierungen. Was erwartete ich als junger Mensch vom Leben – oh mein Gott!
Die erste Reise nach Indien: es war für mich damals ein Märchenland, ich war voller Euphorie – ich wollte trotz grässlicher Krankheiten nie nie zurück nach D. mehr…
Dead Man
Kiezfest
Das Hornstraßenfest gestern war netter als ich erwartet habe, da I und M letztes Jahr dort waren und es ziemlich dröge nannten, hatte ich eigentlich überhaupt keinen Bock drauf, aber da es ja schon angemeldet war, musste ich auch hin. I und M haben Freitagnacht noch schnell ein großes Transpi gemalt, kam echt gut, vor allem konnten die Leute schon von weitem lesen, mit wem sie es zu tun haben. mehr…
Kurt Cobain
Nirvana war in den 90igern meine Lieblingsband. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, was wir im April 94 gemacht haben, jedenfalls waren wir in Deutschland, doch ich erinnere mich, wie es beim Frühstück oder einer anderen Mahlzeit aus dem Radio plärrte, dass der Sänger von Nirvana sich im Alter von 27 Jahren mit einer Schrotflinte den Kopf weggeballert habe. mehr…
Sonntagswanderung
Wir wollen mal das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, und machen Sonntagmorgen die Führung mit R. H. von den Spektewiesen zum Eiskeller (ca. 9,3 km) mit. Bei 32° Mittagstemperatur ziemlich anstrengend, zumal wir seit Monaten (ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal gewandert sind – war es im Mai 08 mit J. in MacPom? Ne, es war im Frühjar auf dem Gelände des Gleisdreiecks!) nur noch mit dem Rad unterwegs sind.
Wir sind Sonntag, nach vielleicht 3 – 3 ½ Std. Schlaf, um 7 Uhr aufgestanden. Wow, bin ich müde: völlig bedeppert Haare waschen, duschen, schnell Kaffee und drei Stullen runterwürgen, Schminken, Sachen packen – das einzige, was mich aufrecht hält sind die T und der Grapefruchtsaft im Kühlrucksäckchen! mehr…
Mysore
Aufgeschrieben irgendwann in Mysore
Erinnerungen: Manchmal sehe ich Mutti genau – überscharf – vor mir, z. B. wie sie sich benahm, wenn Fremde anwesend waren. Ich hätte ihr so sehr ein besseres Leben gewünscht, vor allem einen anderen Mann, H.- K. hatte sie nicht verdient, und ich musste mit so einer (nicht vorhandenen) Person aufwachsen, jemand, der nicht mit uns sprach.
Die Kindheit: hoffen – schon von früh an – auf den Märchenprinz; die 1. Jugend: aufbegehren, gegen den Strich, Hass auf die Alten; die Ehejahre: banaler Frust; später die Sehnsucht nach Drogen (durch Axel, Heide, Detlef). Kurzfristiges Freiheitsgefühl, nachdem ich endlich alleine in einer (unserer) Wohnung wohnte. Dann kam A! Ich sage heute, nach über 20 Jahren, mit allen Höhen und Tiefen und auch allem Elend in unserem Glück: ich habe meinen Märchenprinzen gefunden!
Unser Fest
Nach dem üblichen Morgenprogramm kann das Fest beginnen. Unheimliches Glücksgefühl: ich kann – ohne Brille – den ganzen Tag Ledoux lesen! mehr…
Erinnerungen an Lao, 29.12.00
Kurz vor 5 Uhr brummt das Radio: Schock! Ich kuschele mich tiefer unter die Decke bis A aus der Dusche kommt – jetzt bin ich dran. Nach dem eisigen Wasser wird man in dem vielleicht 12 Grad kalten Zimmer und in unserer leichten Bekleidung nicht mehr warm. Wir sind froh, dass wir das Gepäck die vielleicht 1.000 m zum Busstand schleppen dürfen.
Wir sind schon vor 7 Uhr da. Zwei Busse stehen bereit, doch nach Luang Prabang sollen nur Trucks oder Songthews fahren. Wir überlegen nicht lange und kaufen Tickets nach Vientiane – sparen somit sogar 80.000 kip. Wir kaufen schnell noch ne Telefonkarte und versuchen im MIC Guesthouse anzurufen, doch es klappt nicht. Es wird aber mal abgekommen und im Nu ist die Hälfte der Einheiten (14.000 kip) weg, doch Mr. Phontluck erreichen wir nicht. Wir gebens auf, verziehen uns jetzt in den Bus, wo es etwas wärmer ist. mehr…
Iran
Neda – ich bin sprachlos…
Wieder verschoben
Nach sehr unruhiger Nacht, ich bin morgens noch ins Wohnzimmer umgezogen, da A immerzu hustete und sich im Bett von einer Seite auf die andere wälzte, sind wir ziemlich spät aufgestanden. Heute muss ich noch zwei Briefe an Mitglieder des Vereins schreiben, und morgen früh gibt’s einen Vortrag im WSA. A geht es heute noch schlechter, ist ja eigentlich kein Wunder, trotzdem will er morgen mitgehen. Hausputz wird erst mal auf Donnerstag verschoben…
Ereignisreiche Tage
Montagnacht, 23:58 Uhr
Vergangene Woche war total stress- und arbeitsreich, und seit Donnerstagnacht ist A krank. Doch im Gegensatz zu mir, macht er wenig Aufheben davon. Ich erinnere mich jetzt, wie ich mal auf Reisen dachte (A war sehr krank, hatte hohes Fieber, schlimme Ohrenschmerzen und hustete bellend, er lag abgemagert mit riesigen fiebrigen Augen, seine lange Mähne auf dem Kissen ausgebreitet, auf einer harten indischen Matratze.), A ist der schönste und anspruchsloseste Kranke, den ich je getroffen habe.
Freitagnachmittag sind wir zum Gleisdreieck geradelt und haben der Eröffnung des Naturerlebnisraums (NER) beigewohnt – ich möchte das Drama nicht beschreiben, da A dies schon ausführlich tut mehr…
Pfingstsonntag
Wir haben uns letzte Woche etwas übernommen, in keiner Weise berücksichtigt, dass A krank ist, immer weitergeackert, Freitag mit nur kurzen Pausen von 9 Uhr früh bis 3 Uhr früh. Schweren Herzens verzichten wir auf den Karneval der Kulturen, freuen uns aber für die Teilnehmer der Parade, dass das Wetter einigermaßen schön ist. Letztes Jahr war A auch krank, hatte Rückenprobleme, vollgepumpt mit Schmerzmitteln sind wir dennoch hingegangen, doch heuer wollen wir uns nicht dopen. Aber traurig ist es…
Gestern beim Frühstück, völlig fertig, wahrscheinlich habe ich mich schon bei A angesteckt, mit dick geschwollen Augen, Kopf- und Halsschmerzen, Übelkeit – konnte nur mit Mühe mein Müsli runterwürgen, schaute ich so auf unsere Kastanie, die Vögel zwitscherten und ich musste an Jü vom NABU denken, der mal zu mir sagte: du musst unbedingt im April/Mai raus in die Natur, im Juni riecht es nicht mehr und es wird stiller. mehr…
Indien
Indien, mein buntes geliebtes Indien, wie kleinmütig und ungerecht von mir, dich auf deine Armen zu reduzieren. Wie habe ich dich − nicht jede Stelle von dir − lieben gelernt. Deine stolzen, schönen Menschen, die Tiere, deine Götter… Thailand ist dagegen völlig entzaubert, amerikanisiert. mehr…
Kleine Schritte
Zurzeit denke ich wieder verstärkt an unser Sehnsuchtsland, unser Reiseleben, die wunderbare Unterwasserwelt, die Elefanten, den Dschungel…
Doch ich weiß nicht, ob ich hier einfach alles im Stich lassen und wieder verschwinden kann. Es gibt zu viele angefangene und nicht vollendete Dinge… mehr…
Alternde Möbel
Eigentlich müssten wir ja auch mal paar Möbel kaufen, wenn ich mich so umschaue: unsere sind z. T. schon jämmerlich alt. Wenn ich z. B. unsere Waschmaschine kritisch betrachte: sie hat schon einige Kratzer und die Arbeitsplatte hat Ränder von Gläsern, Töpfen, was weiß ich, außerdem ist sie vom versehentlichen Verschütten diverser Flüssigkeiten ganz dunkel geworden. Da kann ich wienern wie ich will, bleibt so.
Sie sieht nicht mehr wirklich schön aus, doch sie funktioniert seit 15 Jahren ohne Probleme. Nur einmal, da war sie allerdings noch ganz jung, mehr…
Rad-Skater-Demo
Phantasievolle Fahrrad- und Skaterdemo gegen den Ausbau der A-100
Gestern bei wunderbarem Wetter, sehr sonnig aber niedrige Temperaturen, haben wir bei der Rad-Skater-Demo mitgemacht. Abgesehen davon, dass es mir ein persönliches Anliegen ist, da wir unmittelbar davon betroffen wären, hat es auch Spaß gemacht, ganz locker und langsam, ohne von Autos bedrängt oder durch ihren Gestank belästigt zu werden, eskortiert von Polizisten auf Motorrädern, durch die Stadt zu radeln. Leider habe ich gleich am Anfang A verloren, aber dafür andere Bekannte getroffen. Als A mich dann endlich gefunden hatte, übergab ich ihm die Kamera und somit waren die 21 km komplett stressfrei für mich, nette Unterhaltung hatte ich durch Ch, ein Vorstandsmitglied unseres Baumschutzvereins, mit dem ich fast die ganze Zeit zusammenblieb, während A ab und zu auftauchte. mehr…
Der Wasserdackel
Wieder mal versagt…
Eigentlich ist es viel zu stürmisch zum Schnorcheln, geschlafen haben wir kaum, doch da sich unsere Zeit in Iboih, einem Örtchen auf Pulao Weh vor der Nordküste Sumatras, dem Ende neigt, können wir keinen Tag auslassen, unserer großen Leidenschaft zu frönen.
Nachdem wir den Vormittag auf der Veranda über dem Meer mit Lesen und Schreiben verbracht haben, bereiten wir uns eine Stunde nach dem Lunch vor: Haare einölen, feste Zöpfe flechten, Leggins und langarmige Shirts anziehen, Taucherbrille einspeicheln, noch ‘ne gemeinsame Zigarette, und dann geht’s runter zum Strand. Weil wir jede Nacht schlecht schlafen, fühle ich mich müde und schlapp und zugleich nervös wie immer − man weiß ja nie, was einem so alles begegnet −, doch sobald ich im Wasser bin, durchdringt mich ein Gefühl von Kraft und Stärke, das ich sonst so nicht kenne. Wenn ich runtertauche und beim Hochsteigen die wunderbare Welt vorübergleiten sehe, überwältigen mich unbeschreibliche Glücksgefühle! mehr…
Berzirksbürgermeister Franz Schulz
Auch was die Verlängerung der A-100 betrifft, hat unser Bürgermeister die richtige Einstellung: Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will klagen! Jetzt komme es vor allem darauf an, Einwendungen per Post an die Stadtentwicklungsverwaltung, Württembergische Straße 6 in 10707 Berlin zu senden. Weil, wenn es zu einer Klage komme, können nur die Gründe ins Verfahren eingebracht werden, die auch vorher in der Stellungnahme genannt wurden. Die Pläne zum Autobahnbau liegen noch bis zum 9. April im Rathaus Treptow (Neue Krugallee 4) sowie im Rathaus Neukölln (Karl-Marx-Straße 83) aus. Infos dazu gibts u. a. hier. mehr…
Schlampige BaumschützerInnen
Die Arbeit für unseren Baumschutzverein lässt uns kaum noch Zeit für Privates, wir schieben seit Monaten alles vor uns her, müssten verschiedenes Einkaufen: Notebook für A, Spiegelreflexkamera und Handy für mich, Geschirr, Schuhe und Klamotten. Das einzige was ich horte ist Kosmetik, habe ich immer im Überfluss, gehe aber natürlich nicht in einen Laden sondern bestelle Online, ist mir eh am Liebsten. Mittlerweile ist es so, dass mir die Zeit zu kostbar ist, sie in irgendwelchen Shoppingcenter zu verbringen, dabei liebe ich tolle Klamotten und Schuhe, und vor allem geile Unterwäsche, doch es gibt immer wichtigeres zu tun. Was eigentlich viel schlimmer ist, wir machen auch nichts in unserer Wohnung, abgesehen vom Sauber mache und aufräumen, was auch sehr schnell gehen muss, müsste unbedingt renoviert werden und das schon seit Jahren… mehr…
Wildelefanten
Die Verschonten
Ich weiß nicht mehr genau, in welchem Jahr es war, als uns unsere Reise nach Assam in den berühmten Kaziranga-Nationalpark führte. Wir fanden eine günstige Unterkunft in Topslip, nicht weit entfernt vom Park.
Nachdem wir mehrere Jeep- und Elefanten-Safaris gemeinsam mit anderen Travellern gemacht hatten, was uns aber auf Dauer nie reicht, wollten wir alleine und zu Fuß losziehen. Da dies aber streng verboten ist und man in Kaziranga zu leicht von Rangern entdeckt werden kann, suchten wir auf der Karte ein abgelegenes Dschungelgebiet in etwa 10 km Entfernung, wo es viele Elefanten geben sollte. Wir wollten unbedingt frei lebende Elefanten sehen, mit den domestizierten haben wir immer arges Mitleid. Wir waren auch erfolgreich −, doch es wurde ziemlich haarig für uns. mehr…
Traum und Erinnerung
Vor ein paar Nächten mit sehr unruhigem Schlaf hatte ich einen intensiven Traum, der mich tagelang beschäftigte: Wir waren in unserem Schlafzimmer, es war Sommer, die Balkontür stand weit offen. Plötzlich war ein Wesen im Raum, ich konnte nicht richtig bestimmen, was es war, zuerst schwebte eine Feder in der Luft, dann schwamm ein quallenartiges Etwas, ziemlich groß, auf dem Boden. Ich kroch oder schwamm selber (ja, es war zugleich wie im Meer) über den Boden, und das Ding verfolgte mich. A wollte es vertreiben oder fangen, jedenfalls waren beide schließlich auf dem Balkon, das Wesen erhob sich in die Luft, schwebte über die Brüstung und verschwand. A beugte sich weit über das Geländer, immer weiter, ich schrie noch pass doch auf!, mehr…
Drogenszene am Kotti
Sonntag, 01.03.09, 01:49 Uhr
Der Streit um die Drogenszene am Kotti: die Anwohner haben sich zusammen getan, eine BI gegründet und Bürgermeister Schulz aufgefordert endlich was zu unternehmen. Ende März wird der Druckraum in der Dresdener Straße geschlossen, und unser BM sucht seit Monaten verzweifelt eine neue Bleibe für die Drogengebraucher − vergeblich, niemand will sie haben, auch nicht in Häusern, in denen linksalternative Menschen leben. Die BI möchte den neuen Druckraum am liebsten am Ostbahnhof, Gleisdreieck oder in einem leer stehenden Gebäude im Görli sehen. mehr…
Neu erwachtes Misstrauen
Samstag, 28.02.09, 01:55 Uhr
Nun scheinen wir wieder am Anfang, die Arbeit wird für uns immer aufwendiger und auch schwieriger. Das mühsam aufgebaute Vertrauen, haben die Baumbeschneidungen und radikalen Strauchrodungen, ohne vorherige Absprache im Forum, nun wieder in totales Misstrauen gewandelt. Doch etwas Gutes hatte es, wir von BI und Verein sind wieder näher zusammengerückt, es gibt im Moment keine blödsinnigen Streitereien mehr. mehr…
Anfragen
Montag, 09.02.09, 23:31 Uhr
Mittlerweile bekommen wir schon verzweifelte Anfragen wegen anstehender Fällungen aus Bayern. Gerne geben wir weiter, was wir inzwischen gelernt haben − und das ist nicht wenig.
Tiefe Momente
Montag, 09.02.09, 01:26 Uhr
Die tiefen Momente, wenn die Liebe so stark zu spüren ist, dass es weh tut und mir zum Heulen ist, kann ich nicht lange aushalten. Bei dem Gedanken an unsere Liebe, an die Zerbrechlichkeit A.s (ich meine die Zerbrechlichkeit des Menschen überhaupt) und dass wir schon so alt sind, überkommt mich abgrundtiefe Traurigkeit und gleichzeitig ein schmerzhaftes Glücksgefühl: nie nie nie werde ich A verlassen bevor ich sterbe. mehr…
Aufgewacht
Freitag, 16.01.09, 23:19 Uhr
Seit Tagen lese, versinke ich in Trophesphere (The End of Mr. Y) von Scarlett Thomas (ich träume sogar davon). Ich habe den dicken Wälzer fast durch − Wahnsinn, erinnert mich sehr an unser früheres Leben, und bringt mich wieder zur Philosophie und Geisteswissenschaft. Wie ist das Leben doch banal ohne diese. Wie kann man nur jahrelang so leben, ohne höhere geistige Ambitionen − das bürgerschaftliche Engagement oder gar arbeiten für einen Nistkastenverband macht einen dümmer! Soviel steht fest, meine geistigen Bahnen sind vertrocknet. mehr…
Auf ein Neues!
Donnerstag, 08.01.09, 02:21 Uhr
Der erste Arbeitskreis im Neuen Jahr, Naturhaushalt und Landschaftsbild, liegt hinter uns. Wir kamen wie immer mit etwas Verspätung und wunderten uns, außer den Mediatoren und einer Praktikantin waren nur vier Leute da. Viel mehr wurden es auch nicht, lediglich zwei kamen noch hinzu. Vielleicht war es den Leuten zu kalt, und einige werden noch in Urlaub sein.
Die professionelle Naturschützerin hat sich wieder mächtig blamiert, schlug immer Sachen vor, die schon längst abgehandelt wurden. Eine Anwohnervertreterin meinte schließlich: Sie sollten einfach öfter kommen! mehr…
Bis das…
Sonntag, 04.01.08, 03:35 Uhr
Hätte ich Dich nicht, würde ich Dich überall suchen.
Meine Sehnsucht nach Dir ist unstillbar.
Vier Tage ohne Dich waren die Hölle.
Wenn ich grob zu Dir bin, Dich ungerecht behandele, schmerzt es mich fast zeitgleich so sehr, dass ich mich bestrafen, verletzen möchte. mehr…
…
Montag, 22.12.08, 22:47 Uhr
Mein Bruder ist gestern Morgen gestorben. Mutter, Vater, ältester Bruder − mir ist so elendig zu Mute, und sofort kommt der Gedanke, wer wird der/die nächste sein. Ich bin zwar die jüngste, das heißt aber nicht, dass ich die letzte auf der Todesliste sein muss, bei dem Leben das ich führe. Nachdem ich gestern den ganzen Tag geheult habe, bin ich jetzt ganz Tränenleer. mehr…
Wir haben gesiegt
Donnerstag, 18.12.08, 18:44 Uhr
Fuck! Mit Schrecken habe ich gerade festgestellt, dass es nur noch ein paar Tage bis Weihnachten sind, heißt, wir werden es in Berlin verbringen, da es für unsere Wunschreiseziele jetzt zu spät ist − und an die Ostsee fahren, wie wir es schon mal mit der Familie gemacht haben, reizt uns ganz und gar nicht, ist auch mit zuviel schlechten Erinnerungen behaftet.
Doch es war gut, dass wir hier waren, gerade die letzten zwei Wochen waren sehr wichtig für unser Engagement in Sachen L-Grünzug. Wir haben nicht nur Umwelt- und Stadtplanungsauschüsse und BVV’s besucht, sondern sind auch zu den Parteien gegangen, d. h. Grüne, Linke und SPD. mehr…
Novemberblues
Sonntag, 23.11.08, 23:58 Uhr
Vorgestern dachte ich: „Prima, der November geht ja ganz ohne große Depris vorüber!“ Zu früh gefreut; seit gestern bin ich weinerlicher Stimmung und wie das immer so ist, fange ich gleich am Frühstückstisch an A mein Leid zu klagen (obwohl ich ganz genau weiß, wie sehr er das hasst, so kurz nach dem Aufstehen), u. a. erzähle ich ihm auch, dass mich gestern auf der großen Kreuzung am Herrmannplatz fast ein Taxi angefahren hat, weil ich A bei rot blindlinks hinterher gedüst bin. Ich schiebe noch hinterher: „Wenn ich mal angefahren werde, bist du schuld, weil ich immer denke, ich müsste mich beeilen.“ Darauf A.: „Denkst Du auch mal daran, wie viel Zeit ich mit warten verbringe, an jeder verdammten Ampel muss ich auf Dich warten.“ mehr…
Umweltpreis
Mittwoch, 19.11.08, 23:40 Uhr
Als ich meinem Blog startete, fand ich es eine wunderbare Idee, da ich seit meinem 12. Lebensjahr, vielleicht auch früher, Tagebuch führe. Wie schon erwähnt, gefällt mir der Rahmen, und ob es jemand liest, ist mir ziemlich schnurz! Doch so nach und nach fing ich an in anderen Privat-Blogs zu schnüffeln und verschwendete immer mehr Zeit damit. Am Anfang war es ja noch interessant, die Alltagsbanalitäten von Menschen zu lesen, die mir unbekannt sind und die ich auch mit Sicherheit nie kennen lernen würde. Ich war von einigen regelrecht fasziniert und musste schließlich fast täglich nachschauen, ob sie was Neues geschrieben haben. mehr…
Fortsetzung Assam
11.01.99
Gauhati
10:30 Uhr, ein Officer im Touristoffice: die Hütten in Parbitora sind von der Army besetzt, haha! Da könnten sie jetzt gar nichts machen, außerdem könnten wir nur mit polizeilichem Schutz in den Parbitora-Nationalpark. Indische Bullen und schützen − ich lach mich tot!
Wir fahren morgen um 11:15 Uhr nach Tezpur. In der Bank wechseln sie ohne Probleme unseren DM-Check; GPO: Post von A. und U. − leider vergessen wir eine Karte nach Calcutta zu schicken wg. Brief von A. u. U. und so muss A ein 2. Mal zum GPO. Abends noch mal die Straßen abgelatscht, auf der Suche nach sugarfree Vicco (dabei haben wir alles im Gepäck im Schrank im 2. Stock unseres Hotels gebunkert, sind bloß zu faul, alles noch mal auszupaken). Wieder zu Hause packen wir den großen Rucksack zur Hälfte, lesen noch ein bisschen und hören Radio. mehr…
Rückblick: Assam 1999
Donnerstag, 13.11.08, 01:21 Uhr
Ich weiß nicht, wie es heute dort ist, doch damals war das Reisen recht beschwerlich und wir durften offiziell keinen der Nationalparke, die wir eingeplant hatten, aufsuchen.
03.01.99
Dhubri
Spät abends: Wir haben Dhubri erreicht! Touristen, d. h. ausländische waren hier wohl noch nie: wir mussten uns bei den Bullen registrieren lassen und es war nicht einfach, ein Zimmer im stattlichen Circuithouse zu bekommen (Lodges oder Hotels gibt es gar nicht). Der wirklich unindisch nette und hilfsbereite Mr. Dutta − der auch noch perfekt englisch spricht − hat uns zu irgendsoeinem Fuck-Officer begleitet: ein Anruf von ihm öffnet uns die Türen zum Circuithouse. Es ist sehr schön gelegen, mit Blick zum Bhramaputra, heißes Wasse gibt es auch (doch das Wasser ist braun; ob es wohl direkt aus dem Fluß kommt?). Es kostete uns etwas Zeit, bis sie alles gebracht haben: 2. Kissen, 2. Handtuch, 2. Glas, Glühbirne fürs Bad; u. als wir alles haben gibts kein Wasser: sie haben vergessen, die Pumpe anzustellen! Nun hoffen wir innigst, daß wir gleich morgen ins Chakrashilla Wildlife Sanctuary gelangen. − Der Markt hier ist größer als in Barpeta und wir haben gleich einiges eingekauft. … mehr…
Zu Hause
Samstag, 01.11.08, 00:01 Uhr
Gerade sind wir nach Hause gekommen, waren 3 ½ Stunden bei C, B und G, mit denen wir die Ausstellung für die Planungs-Varianten vorbereitet haben. Wie ich mich jetzt immer freue, wenn wir bei Bekannten oder unterwegs waren − egal wo − wieder in unserer Wohnung zu sein. Wie schön und mollig warm es hier ist und wie wunderbar die Aussicht nach draußen, ungehindert von Gardinen kann ich den Himmel sehen. Wir haben sehr große Fenster, und obwohl mein Schreibtisch an der Tür, also am weitesten vom Fenster entfernt steht, kann ich von meinem Stuhl den Himmel und ganz in der Ferne Bäume und Häuser sehen, in die entgegen gesetzte Richtung kann ich über den Flur in die türlose Küche durchs Fenster zur Kastanie schauen; jetzt, wo sie so langsam alle Blätter verliert, kann man wieder die Leute in ihren Wohnungen beobachten mehr…
Super Wetter
Dienstag, 28.10.08, 13:49 Uhr
Sitze mit Sonne im Gesicht am Compi und freue mich! Ich war gerade beim Jobcenter und meine Fallmanagerin erklärte mir, dass es mit dem ÖBS so lange dauern würde, läge an den Vereinen, letztendlich sei noch nicht geklärt, ob die Vereine selbst den Antrag stellen müssten oder ein Maßnahmeträger. Ich soll mal die Füße still halten − mach ich doch prompt!
Dunkle Zeit
Montag, 27.10.08, 00:06 Uhr
Die dunkle Jahreszeit naht mit großen Schritten, und mit Umstellung der Uhr von Sommer- auf Winterzeit noch schneller. Die kurze Zeit der Helligkeit stört mich mehr als die Kälte. Sobald es sonnig ist fühle ich mich besser, und da wir im vierten Stock Südseite wohnen, haben wir von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang eine lichtdurchflutete Wohnung, und es ist sogar nachts noch warm bei uns. Doch leider scheint ja die Sonne im Moment nicht.
Besonders unangenehm ist mir der November; wenn der erst mal vorüber ist, geht’s wieder aufwärts mit meiner Stimmung. mehr…
Mittelweg?
Donnerstag, 23.10.08, 23:43 Uhr
Wir waren tatsächlich nur vierzehn Leute bei unserer 1. Mitgliederversammlung, doch es verlief in angenehm ruhiger Stimmung. Die Vorstandswahlen haben wir auf nächstes Frühjahr verlegt, solange bleibt der alte Vorstand, immerhin sieben Leute, im Amt, doch fünf wollen sich nicht mehr zur Wahl stellen, sie können es nicht mit ihrem Job vereinbaren, kriegen es zeitlich nicht auf die Reihe und haben somit permanent ein schlechtes Gewissen. A wird sich wahrscheinlich zur Wahl stellen und mit Sicherheit auch gewählt werden; ich nicht, da mein Antrag, über ÖBS die Vereinstätigkeit finanziert zu bekommen, immer noch nicht entschieden ist. mehr…
Schwesterliebe
Freitag, 17.10.08, 22:26 Uhr
Meine Schwester Rose trinkt seit einem halben Jahr keinen Alk mehr − sie hat quasi von einem Tag auf den anderen aufgehört, ist am Telefon immer ziemlich euphorisch, fährt auch wieder Auto, was in den letzten Jahren undenkbar war. Ich habe mich zwar etwas gewundert, war aber natürlich überfroh − nun telefonieren wir wieder oft und lange, so wie früher. Gerade haben wir 1 ½ Stunden geredet, und heute ist mir ein Licht aufgegangen: sie hat immer häufiger einen S erwähnt, den ich auch kenne, nur habe ich ihn mit ihr nicht in Verbindung bringen können, da er 23 Jahre jünger ist als sie − ja, sie ist verliebt und was wohl noch wichtiger ist, er offenbar auch in sie. mehr…
Wiederholungen
Samstag, 11.10.08, 22:38 Uhr
So der Geburtstag ist gehalten und es war mehr oder weniger wie jedes Jahr − anders waren nur die Geburtstage, die ich in Asien verbringen durfte.
Ich wollte mich doch bemühen? Habe ich auch, doch alles war gegen mich! Fing schon damit an, dass ich die Nacht zuvor kaum geschlafen habe, als ich dann gegen morgen endlich einschlummerte, plagten mich so grausige Albträume, dass ich sofort nach dem Erwachen aufgestanden bin, aus Angst evtl. weiterzuträumen. So musste ich alleine das Frühstück machen, was mich abnervte, später brachte der Postbote ein Päckchen von meiner Schwester! mehr...
Special Day
Dienstag, 07.10.08, 23:00 Uhr
Heute ist unser Special Day (vor äh, ich weiß nicht mehr wievielen Jahren haben wir uns am 7. Oktober kennen gelernt), A arbeitet trotzdem, doch die BVV-Sitzung haben wir abgesagt. Mir geht’s ausgesprochen gut, und ich dränge A nicht sich zu beeilen. Ich bediene ihn, aber gerne und freiwillig − niemals würde er das verlangen.
Unser ehrenamtliches (blödes Wort) Engagement wird nicht von jedem verstanden, richtig arbeiten, ohne auf die Zeit zu achten und kein Geld dafür verlangen, finden manche schon pervers oder tun es damit ab, dass sie sich sagen, wir wüssten wahrscheinlich sonst nichts mit uns anzufangen o. ä. Weit gefehlt! mehr...
Geburtstage
Ich hasse Geburtstage und ganz besonders meinen eigenen. So ne Woche vorher fängt es schon an, mir geht’s beschissen. Nun merke ich wenigstens, wie gut es mir die letzte Zeit ging, wie relativ zufrieden ich war. Ich dachte wirklich, diese Phase, mich wie das beleidigte Kleinkind zu benehmen, sei nun endlich vorüber. − Nein, Kleinkind ist eigentlich nicht richtig, eher Kleinfrau, denn als Kind war ich gar nicht so, eher so zwischen 16 und 30. − Weit gefehlt, doch seit dem letzten Anfall sind einige Monate ins Land gegangen und ich hatte fast vergessen, wie sich das anfühlt. mehr…
Ein Jahr und mehr
Montag, 29.09.08, 01:06 Uhr
Heute ist schon wieder Forumssitzung, und da die letzte erst vor 2 Wochen war, normaler Weise finden sie im 4-Wochen-Rhythmus statt, soll sie schon um 15 Uhr beginnen und auch nur bis 18 Uhr dauern, und um 19 Uhr wollen wir ins Rathaus zur grünen Jugend, sie haben uns ne halbe Stunde eingeräumt, unser Anliegen vorzutragen. Hoffentlich sind die cool! Samstagabend haben wir uns mit zwei Vorstandsmitgliedern unseres Vereins getroffen, um unsere Vorgehensweise am Montag zu besprechen. mehr…
Baumforum in der TFH
Donnerstag, 25.09.08, 22:57 Uhr
Abgehetzt kommen wir erst gegen ½ 12 in der TFH an, doch das Girl am Infotisch, welches uns die Namensschilder raussucht, beruhigt uns gleich, sie seien sehr verspätet. Der große Hörsaal war brechend voll und so sind wir zur Empore, hier müssen wir ne Weile auf der Treppe sitzen, da auf den ersten Blick alle Plätze belegt sind. Außerdem ist die Akustik so schlecht und Koziolek vom NGA Spandau redet zudem, wahrscheinlich wegen der Verspätung, wahnsinnig schnell, so dass ich fast nichts oder nur sehr wenig mitbekomme.
Auf Frank Rinn zum Thema Messtechnik an Bäumen bin ich sehr gespannt, jetzt will ich unbedingt mitschreiben, mehr…
What Gender Is Your Brain?
Your Brain is 67% Female, 33% Male |
![]() Your brain leans female You think with your heart, not your head Sweet and considerate, you are a giver But you’re tough enough not to let anyone take advantage of you! |
Nabelschau
Dienstag, 16.09.08, 01:25 Uhr
Jetzt, wo so langsam der Herbst angekrochen kommt, fühle ich mich wieder alt, mein Gesicht im Spiegel wirkt fremd und müde. Dieses Alter ist merkwürdig, nicht mehr jung aber auch noch nicht alt: den ganzen Sommer über habe ich geleuchtet, kaum oder nur höchst selten Gedanken ans Alter verschwendet. Wenn ich in den Spiegel schaute, sah ich ein reifes aber attraktives Gesicht mit glatter Haut und strahlenden Augen.
Oh mein Gott, wenn erst der Winter kommt… mehr…
Alles hat seine Zeit
Mittwoch, 09.09.08, 23:52 Uhr
Der Countdown läuft, wir haben 2.500 Flyer bestellt und heute erwartet – sind aber leider nicht gekommen. Wenn sie morgen kommen, haben wir noch 2 Tage um sie zu verteilen (5000 haben wir schon verteilt), macht 1.250 Flyer pro Tag. Ansonsten läuft alles ganz gut: Einladung ans Forum, Presse, Politiker, Naturschutzverbände und Vereinsmitglieder ist raus. Letzte Nacht haben wir von 1 bis 4 Uhr in unserem Kiez plakatiert, war z. T. ganz witzig – so gegen 3 sind fast nur noch Verrückte oder Besoffene unterwegs, außer den Türken, die sitzen auch um ½ 4 noch auf der Straße und trinken Kaffee. A. und ich haben uns für eine Stärkung lieber zu den Türken gesetzt! mehr…
Keine Erwartungshaltung
Montag, 08.09.08, 23:45 Uhr
Nach so einem Wochenende fühle ich mich völlig ausgeglichen, bin zufrieden, und glücklich darüber immer noch A zu lieben, ohne große Anforderungen oder Erwartungen an ihn zu stellen. Ich bin viel ruhiger seit ich diese Erwartungshaltung aufgegeben habe.
Ein Tag in Agra
November ‘98
Waschtag! Da A. krank ist verzichten wir aufs Taj und bleiben im Hotel. Heute sind wir schon den 6. Tag in Agra! Es gefällt uns wider Erwarten ausnehmend gut, eine echte Überraschung, wenn ich bedenke, wie lange wir schon nach Indien kommen, und wie wir es immer vermieden haben Agra zu besuchen. Gestern haben wir uns Sikandra angeschaut: das Grabmal ist vom dichtem Grün umgeben, die wunderschönen scheuen Hirschziegenantilopen sind hier in großer Zahl vorhanden, viele Pfauen hat’s auch und meine Lieblingsaffen die Hanumänner. Am späten Nachmittag sammeln sich ganze Familien (insges. vielleicht 100 Affen) mehr…
Angepisst
Donnerstag, 28.08.08, 00:57 Uhr
Nun gab es endlich auch Zoff mit der „Kuschel-BI” wie wir sie bislang nannten. Es geht auch hier wieder um Banalitäten − die Gründerin der BI fühlt sich übergangen, nicht wichtig genug genommen. Dass es den Leuten immer um ihre persönliche Befindlichkeit geht ist mir so was von widerlich, am liebsten würde ich aussteigen, aus der Bürgerbeteiligung, d. h. aus der Arbeitsgruppe sind wir schon ausgestiegen, da wir leider feststellen mussten, dass die Ämter uns verarschen, überhaupt nicht ernst nehmen. Nun organisieren wir den Widerstand und werden notfalls die Bürgerversammlung, die sie klammheimlich in Workshop umgewandelt haben, sprengen. mehr…
Sehnsuchtsland
Freitag, 22.08.08, 13:25 Uhr
Während ich Werbung für unser großes Fest und die Bands (die mir überhaupt nichts sagen) mache, habe ich Sehnsucht nach Indien, dem bunten leuchtenden Indien meiner Erinnerungen − das Elend, die Anstrengung sind verblasst, und immer deutlicher sehe ich die natürliche Grazie und Schönheit indischer Menschen, ihre Unaufgeregtheit, ihre natürlichen Talente (es sind allerdings nur die einfachen, armen Menschen). Die Reichen sind z. T. verbogener als wir. mehr…
No Holiday
Dienstag, 19.08.08, 00:34 Uhr
Es ist keine Rede mehr von Urlaub − was ist das überhaupt? Eigentlich haben wir so was noch nie gemacht, wir sind gereist oder haben gearbeitet. Februar 2006 haben wir zum ersten mal so was wie Urlaub gemacht, fünf Wochen in Nordindien, d. h. nicht selber gekocht, mit dem Taxi gefahren, oder uns mit ner Rikshaw im Park rumfahren lassen und halt dergleichen Bequemlichkeiten mehr. Unsere Reisen waren anstrengend, dafür aber auch aufregend, lange und kostengünstig! mehr…
Gerettet
Freitag, 15.08.08, 10:31 Uhr
Juchhu, wir haben heute morgen mit nur vier Leuten eine über 100jährige Silberlinde (vorerst) gerettet − der Tag ist damit auch gerettet! Das Fällkommando musste wieder abhauen…
Kärrnerarbeit
Dienstag, 12.08.08, 21:06 Uhr
Die Abende auf der Admiralbrücke sind interessant, aber auch anstrengend − für A mehr als für mich, da er die aktive Seite übernimmt, er quatscht die Leute, die überall rum sitzen an, während ich den Stand betreue. Die meisten leihen uns ein Ohr, wenn sie hören, dass es um den Landwehrkanal geht, viele kennen uns auch schon aus der Zeit, als wir auf die Bäume geklettert sind und sie gerettet haben mehr…
Schnurren
Donnerstag, 07.08.08, 22:04 Uhr
Fühle mich nach ausgiebigem Vögeln letzte Nacht heute so wohlig satt und zufrieden, dass ich fast anfangen möchte zu schnurren. Kann mir im Moment kaum vorstellen, dass ich mich noch besser fühlen könnte. Schlechter Sex ist fast schlimmer als gar kein Sex. Es muss sehr traurig sein, wenn man ständig auf der Suche ist, nie richtig befriedigt ist – wie ein Süchtiger, der immer zu wenig Stoff kriegt. Wenn ich so völlig befriedigt bin, die natürlichen Opiate ausgeschüttet werden, und ich den ganzen Tag schmunzelnd durch die Gegend laufe oder bei jedem Blick, den ich mit dem Liebsten tausche ein heißes Gefühl im Bauch bekomme, kann mich so schnell nichts mehr umhauen – alles ist schöner, einfacher, leichter. mehr…
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Kontaktaufnahme
Mittwoch, 06.08.08, 13:36 Uhr
Mich kotzt das Altwerden regelrecht an! Ich weiß, dass ich meine Meinung ständig wechsle, nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Doch manchmal wird man so abrupt daran erinnert, dass man alt geworden ist, das nervt mich wahnsinnig.
Gestern Abend rief mich ein Neffe an, den ich ca. 18 Jahre nicht gesehen habe. Ich ganz ehrlich: “Was willst Du denn von mir?” “Wieder Kontakt aufnehmen, Du bist schließlich meine Lieblingstante.” Bah! mehr
Konsequent
Samstag, 02.08.08, 14:33 Uhr
Wir sterben – ja ja ich weiß, wir fangen schon bei der Geburt an zu sterben, doch mit fortgeschrittenem Alter rückt der Tod näher – und kümmern uns um die Pappeln am Luisenstädt. Kanal und die Art der Sanierung des LWKs. Wenn ich jetzt definitiv wüsste, dass ich nur noch na sagen wir mal 2 Jahre zu leben hätte (was ja durchaus sein kann), was würde ich tun? Wollte ich nicht das Meer sehen, d. h. die Unterwasserwelt, so oft wie es mir noch möglich ist; oder hab ich das gar nicht ernst gemeint mit meiner Begeisterung, ja Liebe für die Unterwasserwelt? Wären mir der LWK und der Luisenstädtische nicht scheißegal – ich glaube schon! mehr…
Rausch
Freitag, 25.07.08., 00:00 Uhr
Gestern, am späten Abend “Bittersüßen Kaffee” getrunken, da unsere Mägen leer waren, hat es recht schnell gewirkt – mächtig! Da ich wusste, dass heute früh um 10 Uhr ein Mensch von der Gasag kommen wollte, Zähler auswechseln, war ich etwas beunruhigt.
Die Musik hatte eine unglaubliche Intensität, besonders Queen Adreena, zeitweilig dachte ich mein Kopf würde wie ein Luftballon an der hohen Decke unseres Zimmers schweben, die Gedanken rasten durch mein Hirn, mehr…
Alles im Fluss
Dienstag, 15.07.08, 00:02 Uhr
Ach herrje, alles geht drunter und drüber, die eine BI, die jetzt schon über ein Jahr besteht, scheint nun wegen inneren Auseinandersetzungen, die überwiegend das eigene Ego betreffen und nichts mit der Sache zu tun haben, so langsam aber sicher in Auflösung begriffen; die andere BI, die erst ein paar Monate existiert, ist auch nicht viel besser, die schrumpfenden Mitglieder haben nicht mehr den Elan und erfinden immer neue Ausflüchte sich zurückzuziehen. So ist das eben mit ehrenamtlicher Arbeit, lange halten die Leute meist nicht durch. mehr…
Halber Mensch!
Samstag, 12.07.08, 01:45 Uhr
Heute war ich sehr maßlos! A trifft sich um 13:30 Uhr mit Leuten aus der Kerngruppe, um das Arbeitstreffen im WSA vorzubereiten – ich komme nicht mit, da die Gruppe nicht so groß sein soll. Voraussichtlich wird A erst gegen 19 oder 20 Uhr zurück sein. Es ist das erste mal seit langer Zeit, dass ich länger alleine in der Wohnung bin, und ich nehme mir allerhand vor. Doch schon nach zwei Stunden fehlt mir A so sehr, fühle mich so heimatlos und fremd in meiner eigenen Wohnung, mehr…
Auf zu neuen Ufern
Montag, 07.07.08, 23:01 Uhr
Jetzt, ein ¾ Jahr ist vergangen seit A.s “Rauswurf” aus seinem Job bei einem gemeinnützigen Naturschutzverein, bin ich froh darüber; d. h. natürlich nicht über die Art und Weise; ich werde es wohl nie verstehen, wie krass und kalt Menschen sein können! Doch ich bin sehr froh, dass er dort nicht mehr arbeitet. Wie viele Abende und Wochenende haben wir in der Geschäftsstelle verbracht, z. B. wenn es Computerprobleme gab oder wenn abends noch eine Veranstaltung war und wir wir technischen Support leisten mussten, ohne zusätzliche Bezahlung. Fast alle Angestellten und in vorderster Reihe die Chefin, haben keine Leidenschaft für ihre Arbeit. mehr…
Scheißdienstag
Dienstag, 01.07.08, 14:05 Uhr
Ich hasse Dienstage! Bei den meisten Menschen sind ja die Montage verhasst, doch montags finde ich es noch ganz o. k. Da man ja sonntags meistens eventuell was getörnt hat, kommt natürlich drauf an was, hat der Montag noch ein bisschen Farbe davon, Dienstag kommt dann der totale Frust und das nächste Wochenende ist noch lange nicht in Sicht, oft läuft es dann darauf hinaus, dass ich überlege und Gründe suche, warum ich nicht bis zum Wochenende warten kann mehr…
Sober
Samstag, 28.06.08, 14:42 Uhr
Christopher Street Day – eigentlich wollten wir hingehen, doch es regnet und meine Stimmung ist mies, bräuchte was zum törnen.
Ich kann und will mich nicht abfinden, alles in mir sträubt sich, wenn man mir sagt „so ist das Leben halt, so ist das eben, wenn man alt wird, kann doch nicht immer so weitergehen“, etc. pp.Wie soll man denn dieses Leben mit all seinem Elend, Ungerechtig- und Sinnlosigkeiten aushalten, wie soll man verdrängen können, dass wir es schon geschafft haben, alles zu Grunde zu richten, ganze Arten auszurotten, die riesigen Meere zu verseuchen, die Luft zu verpesten. Wie soll man das nüchtern ertragen? Ich schaff das nicht! mehr…
Über die Liebe
Donnerstag, 26.06.08, 13:48 Uhr
Hannah Arendt: Aus “Die Unwiderruflickeit des Getanen und die Macht zu verzeihen”
“Was die Liebenden von der Mitwelt trennt, ist, dass sie weltlos sind, dass die Welt zwischen den Liebenden verbrannt ist. Solange die Liebe währt, ist das einzige Zwischen, durch das die Liebenden, wie die Anderen durch den Zwischenraum der Welt, miteinander verbunden und zugleich voneinander getrennt werden können: das Kind, der Liebe ureigenstes Erzeugnis. mehr…
Alles hat seine Zeit
Mittwoch, 25.06.08. 23:36 Uhr
Ja, manchmal wünsche ich mich zurück in eine andere Zeit meines vergangenen Lebens – doch man kann nicht zurück, es ist vorbei und man kann auch nichts willentlich wiederholen. Das Leben besteht ja zum größten Teil aus Wiederholungen, doch das hat nichts mit dem zu tun, was ich mir zurückwünsche. Wie man gefühlt hat, wie man gesehen und wahrgenommen hat. Ich habe immer gehofft, die besonderen Dinge niemals Routine werden zu lassen, nicht durch zu häufige Wiederholungen abzunutzen, dass sie fade und durchsichtig werden. mehr…
Mit dem Solarboot unterwegs
Mittwoch, 18.06.08, 02:10 Uhr
Nun ist unsere Reise nach Prieros (ein märkisches Dorf mitten im Naturpark Dahme-Heideseen gelegen, umgeben von Dahme, Schmölde und Langem See) schon wieder über eine Woche her und ich bin nicht dazu gekommen, darüber zu berichten. Doch das werde ich jetzt ganz schnell nachholen – unser ehrenamtliches Engagement lässt uns immer weniger Zeit für Privates. mehr…
Wochenend-Exkursion nach MackPom
Sonntag, 01.06.08, 23:28 Uhr
Der Freitagmorgen, vor Abfahrt unserer Wochenend-Exkursion mit der Bezirksgruppe Lichtenberg, ist sehr hektisch für uns. Da wir Donnerstag bei der BVV in Pankow waren, und die BI uns anschließend noch zu einem kleinen Umtrunk eingeladen hat und wir nicht schon wieder ablehnen konnten, wurde es sehr spät, wir sind erst Freitagmorgen gegen ½ 5 ins Bett – doch wir schaffen es, pünktlich zur verabredeten Zeit um 16 Uhr in der Wollankstr. zu sein. Es sind schon alle, die mit dem Kleinbus mitfahren, versammelt, außer H., die eine Radpanne hatte und mit schwarzverschmierten Fingern zeitgleich mit uns eintrifft. mehr…
Die 90er in Thailand
Freitag, 23.05.08, 14:10 Uhr
Ein Leben als ob (Aus dem in Thailand geführten Tagebuch)
Wir sind so unwichtig, so nichtig! Wir haben so viel Zeit zu sehen, zu denken… und bringen absolut nichts zustande – nicht produktiv sein ist eine Strafe! mehr…
Raum ist in der kleinsten Hütte
Sonntag, 18.05.08, 23:50 Uhr
Ich freu mich, dass der Himmel wieder düster ist, fällt die Schmuddeligkeit unserer Bude nicht so auf. Sauber machen finde ich blöd, da in kürzester Zeit der gleiche Zustand wieder erreicht ist. So richtig großen Hausputz machen wir gar nicht mehr, ist uns die Zeit zu schade – machen nur noch Schadensbegrenzung! Je mehr Raum da ist umso mehr Dreck – im Grunde würde uns ein Zimmer reichen. Wir haben schon auf sehr engem Raum gelebt, und uns hat das nie gejuckt. mehr...
Anstrengender Samstag
Sonntag, 18.05.08, 15:38 Uhr
Ein anstrengender Samstag liegt hinter uns! Sieben Büros haben sich vorgestellt: mehrheitlich Landschaftsarchitekten, für jedes Büro war eine Stunde für Vortrag und Fragen vorgesehen. Wir haben unseren Zeitplan recht gut eingehalten und uns mittels selbst entworfener Bewertungsbögen die Entscheidung etwas erleichtert. Erstaunlicherweise, die Juri bestand immerhin aus zehn Personen, konnten wir uns ziemlich schnell auf drei Büros einigen, mehr…
Karneval der Kulturen
Dienstag, 13.05.08, 21:04 Uhr
Rechtzeitig zum Karneval der Kulturen kriegt A. Rückenschmerzen. Er ist psychisch schwer angeschlagen und wir fragen uns, ob die Rückenschmerzen davon kommen oder umgedreht. Ich bin schon bereit, den Karneval zu opfern, da ja das Rumstehen für den Rücken besonders schlimm ist. Doch mit Zuhilfenahme von Schmerzmitteln marschieren wir hin, A macht 221 Fotos, er nimmt überwiegend hübsche Frauen und Mädchen auf. Er hätte gerne noch mehr gemacht, aber die Speicherkarte ist voll. mehr…
Aussichten
Dienstag, 06.05.08, 00:17 Uhr
Mit Hilfe von Medicine (bin etwas kränklich) habe ich es geschafft, heute am Arbeitskreis Sanierung teilzunehmen. Es war wieder ziemlich anstrengend, doch anstrengender war die Fahrt mit dem Fahrrad dorthin, weil es ein ganzes Stück bergauf geht und unsere Kiezgurken nur 3 Gänge haben. Ich bin sehr froh wieder zu Hause zu sein, wir trödeln ein bisschen rum, schauen uns Videos von Queen Adrina an – können nie genug von ihr bekommen, wir sind überaus fasziniert von ihr. mehr…
Tag des Baumes
Freitag, 25.04.08, 14:22 Uhr
Zum „Tag des Baumes“ pflanzte der Pankower Bürgermeister, ja genau der, der die vielen Traubenkirschen fällen lässt, wie jedes Jahr seit 2002, ein Bäumchen. Die Bürger waren sehr aufgebracht (hier pflanzt er einen Baum, während er im Gleimviertel 60 fällen lässt!), doch er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen; naja, wir haben zumindest soweit gestört, dass es nicht mehr feierlich war – es herrschte eher Begräbnisstimmung. mehr…
Bäume schlachten
Donnerstag, 24.04.08, 23:49 Uhr
Heute morgen durften wir zusehen, wie in der Ystader Straße/Prenzelberg die in voller Blüte stehenden Traubenkirschen gefällt wurden. es war ein trauriges Schauspiel – die Anwohner kämpfen schon seit einigen Monaten für den Erhalt ihrer Straßenbäume. Viele Bäume wurden schon gefällt und es sollen noch mehr gefällt werden, alles im Namen der Verkehrssicherheit. Gutachten und Gegengutachten wurden erstellt, Sitzungen abgehalten etc. pp. – alles nur Hinhaltetaktik. mehr…
Krasser Tag in Sachen Erbschaft
Samstag, 19.04.08, 04:23 Uhr
Was für ein langer grässlicher Tag…
Nach ca. 3 Stunden Schlaf sind wir um ½ 7 aufgestanden, völlig tranig und daneben (zumal wir V genommen hatten), wir erledigen das Morgenprogramm und sind pünktlich am Bahnhof und der Zug fährt auch pünktlich um 9:26 Uhr ab. Wir haben genug Lesestoff dabei, doch ich bin so müde, dass ich die Augen schließe, schlafen kann ich allerdings nicht – gegen ½ 11 werfen wir je 3 T. Da wir 4 Sitzplätze mit Tisch für uns alleine haben, kann sich A. irgendwie hinlegen – ich gebe ihm noch meinen weichen Schal als Kopfkissen – und pennen. [Ich bin zu müde jetzt, schreibe morgen weiter...] mehr…
Nachschub…
Samstag, 12.04.08, 15:26 Uhr
Ich muss noch was nachschieben: die Leuchtkraft der Liebe ist zwar nicht mehr durchgänig da, doch sie kommt von Zeit zu Zeit mit voller Kraft hervor… immer und immer wieder – das ist doch sehr beruhigend!
Sometimes black
Freitag, 11.04.08, 21:43 Uhr
Ich erinnere mich wie ich früher gesehen habe, auf meinen ersten Reisen nach Asien. Als ich zum ersten Mal über ein Korallenriff geschnorchelt bin, stockte mir fast der Atem oder zum 1. Mal im Dschungel, die erste Begegnung mit einem Elefanten – ich war oft sprachlos und dachte immerzu, fast verzweifelt: wie soll ich dies alles nur den Zuhause gebliebenen schildern? (Konnte ja nicht ahnen, dass sie gar nichts hören wollen) Als ich nach Jahren abenteuerlichen Reiselebens mehr…
Älter werden…
Sonntag, 06.04.08, 03:45 Uhr
Da ich meistens nur negativ übers Altern rede, will ich hier mal was Positives schreiben: z. B. bin ich manchmal froh darüber, dass das absolute Getue um die Sexualität und das Aussehen etwas, ein winziges bisschen in den Hintergrund getreten ist, außerdem bin ich nicht mehr so wahnsinnig eifersüchtig, und ich werde nicht mehr von irgendwelchen jungen Türken oder auch Deutschen mehr…
Alk
Mittwoch, 02.04.08, 16:02 Uhr
Gerade hat meine Schwester R angerufen, natürlich betrunken; die Stimme war sehr leise, es klang so völlig kraftlos und ohne jeden Durchblick. Ich konnte es nicht ertragen, habe einen Arzttermin vorgetäuscht – ich wollte sie nicht anmachen, konnte aber auch nicht ihren Blödsinn und totale Verwirrtheit ertragen. Ich kann nicht mit ihr telefonieren, wenn sie besoffen ist! mehr…
Fraktionssitzung bei den Grünen
Dienstag, 01.04.08, 22:00 Uhr
Gestern waren wir bei der Fraktionssitzung der Grünen im Rathaus. Sie kamen mir ziemlich etabliert vor, hatte den Eindruck, wir stören sie in ihrer Abgeklärtheit und ihrer Vorschriftengläubigkeit: “Antworten gibt’s jetzt hier nicht, ist ja nicht vorgesehen” meinte die Sprecherin, “und diskutieren auch nicht!” Und das in Friedrichshain-Kreuzberg! mehr…
Bürgerbeteiligung
Sonntag, 30.03.08, 00:03 Uhr
Was ist Glück? Ein unerwartetes Lächeln von Dir, Hand in Hand einzuschlafen, sich verstehen, ohne groß zu reden; vergessen, dass wir sterben müssen.
Wenn man liebt, hat man eine größere Verantwortung und es wird nicht alles leichter, manches wird auch schwerer. Geteiltes Leid ist im Falle Liebender nicht halbes sondern doppeltes Leid! mehr…
Frühjahrsmüdigkeit?
Freitag, 28.03.08, 23:14 Uhr
Im Moment fühle ich mich alt und nutzlos, ausgerechnet jetzt, wo doch der Frühling anbricht. Angesichts der Tatsache, dass wir sterben müssen und nicht wissen wann und wie, ja eigentlich gar nichts wissen, noch nicht mal was uns morgen erwartet, werde ich mürbe und trostbedürftig. Ich bin immer wieder überrascht, wenn Leute sich verabschieden und so völlig selbstverständlich sagen: „Wir sehen uns dann in einer Woche”, oder ähnliches. Obwohl sie auf keinen Fall sicher sein können, sich je wieder zu sehen. Erstaunlich ist doch, wie gut die Verdrängungsmechanik funktioniert! mehr…
Luxus
Ostersonntag, 23.03.08, 23:37 Uhr
Was ist eigentlich Luxus? Wertvoller Schmuck, teure Klamotten, Autos, Möbel, teure Reisen, Schönheits-OPs?
Ich habe eine andere Definition für Luxus: mehr…
Kein Weg, doch in der Ferne ein Licht!
Karfreitag, 21.03.08, 22:25 Uhr
Heute hätte mein Väterchen Geburtstag – wenn ich an ihn denke, erfasst mich immer eine hilflose Traurigkeit…
Ich kann im Moment nicht richtig nachdenken, und wenn ich es tue, komme ich zu keinem Ergebnis: alles ist offen, ich sehe keinen Weg. Ich möchte mich nur ablenken, möchte nicht denken, mich nicht erinnern. mehr…
Travel-Leben
Freitag, 14.03.08, 22:09 Uhr
Nun da mir so ne Art Qualifizierungsmaßnahme dräut, erinnere ich mich wieder zwanghaft an unser Reiseleben. Wie sehr habe ich es geliebt, nur so viele Sachen zu besitzen, die ich notfalls auch (meistens hat A geholfen) selbst wegschleppen kann – und auch die waren mir oft noch zu viel und zu schwer… mehr…
Depressionen
Donnerstag, 13.03.08, 18:00 Uhr
Die Depressionen sind vorprogrammiert – die Auf und Ab’s wechseln sich nicht mehr so schnell ab und die Ab’s dauern länger. Es kommt auch nichts in Bewegung, alles steckt fest. Manchmal frage ich mich ob ich noch lebe, mehr…
Grippig
Samstag, 08.03.08, 16:09 Uhr
Seit gestern arbeitet A wieder an einem neuen Newsletter, bedingt durch meine Erkältung hatte ich kaum Interesse an irgendwas. Donnerstag ist er alleine zur 2. Sitzung des AK Naturhaushalt und Landschaftsbild gegangen; ich lag den ganzen Tag dösend auf dem Sofa (es war der Höhepunkt der Erkältung). Da wir Tr-Tropfen genommen hatten, ging es mir trotz Krankheit nicht schlecht, ich wollte immerzu was lesen oder schreiben, doch ich habe es gelassen. Ich war allerdings erst zufrieden mehr...
Wieder zu Hause
Dienstag, 04.03.08, 22:33 Uhr
Ich bin wieder zu Hause und ich muss wirklich sagen, so dreckig und unordentlich kann unsere Wohnung gar nicht sein, dass ich mich nicht tausendmal wohler fühle als bei den Verwandten. Ich bin sehr froh, wieder zu Hause und vor allem bei A. zu sein. Er sieht gut aus! Man sieht es ihm nicht an, dass er die ganze Zeit so wenig geschlafen hat, und gegessen hat er auch nicht richtig. mehr…
Bäume…
Samstag, 23.02.08, 23:44 Uhr
Leicht erregt, nicht sehr, sind wir heute mit dem Rad zum Naturschutztag gefahren, und im Nachhinein muss ich sagen, es war richtig dorthin zu gehen. Fast alle haben uns überaus herzlich begrüßt, besonders K, Ch und E waren ganz aus dem Häuschen. Ich unterscheide jetzt die Leute, die uns gefliessentlich übersehen haben und die, die uns sofort grüßten. mehr…
Exzesscharakter
Donnerstag, 21.02.08, 02:09 Uhr
Wir sind Exzesscharaktere, doch ich liebe das Exzessive, nichts ist mir öder als die täglichen Alltagsbanalitäten oder stumpfsinnige Routine; jede vergeudete, verplapperte Stunde tut mir weh!
Die Zeit rast dahin, es ist völlig unverständlich, wie man welche zum Plappern, Karten spielen oder ähnlichem erübrigen kann.
Am besten fühle ich mich im Meer; mehr…
Bürgerengagement?
Samstag, 16.2.08, 15:37 Uhr
Endlich mit K telefoniert, sie beglückwünscht uns zu unserem Erfolg in der Arbeitsgerichtssache, ist mit uns einer Meinung, dass die neue Geschäftsführerin regelrecht schädlich für den Verein ist und vom Naturschutz keine Ahnung hat. Mittlerweile sind alle Mitarbeiter der gleichen Meinung (außer ihre linke Hand, die nie etwas sagt, nur blöde grinst) und sie würden sich freuen, wenn wir zurückkämen, was zumindest in meinem Fall ganz ausgeschlossen ist. mehr…
Arbeitsgericht und mehr
Dientstag, 12.02.08, 19:27 Uhr
Das Arbeitsgericht haben wir überstanden – lief sehr gut. Wir hatten das große Glück, dass eine Schulklasse, Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren, teilnahm, die mir mit Blickkontakten ihre Solidarität bekundeten und uns zum Abschied viel Glück wünschten. Die Richterin ist jung und wendet sich A. immer freundlich lächelnd zu, ja als unser Anwalt zu A.s Schreiben entschuldigend meint, dass dies ja wohl in einem Zustand der Verärgerung geschrieben wurde, meint sie milde lächelnd: “Doch wohl eher Enttäuschung als Verärgerung!” mehr…
Mehr Erinnerungen…
Sonntag, 10.02.08, 01:40 Uhr
Weihnachten 2000 in Muang Sing, Lao
Wir stehen um 7 Uhr auf und duschen gleich – es ist verdammt kalt. Es kommt mir vor, als würde es jeden Tag kälter. Wir holen uns 2 klapprige Räder, parken sie im Hof, bereiten unser Frühstück und machen uns alsbald auf den Weg. Nachdem wir 2 Dörfer und die ersten 10 km hinter uns gelassen haben, wird die Landschaft richtig urig – doch leider geht nirgendwo ein Weg ab und da es meistens leicht bergauf geht, müssen wir viel schieben (die blöden Räder schaffen kaum den kleinsten Hügel). Beim km-Stein 10 führt ein Weg hinunter ins Tal zum Fluss. mehr…
Krasser Alltag…
Samstag, 09.02.08, 16:40 Uhr
Post vom Anwalt – unsere Position zu dem ganzen Arbeitsrechtsstreit ist endlich bei ihm angekommen, wir haben es ja auch schriftlich und mündlich lange genug in ihn reingehämmert. Er hat eine sehr gute Entgegnung geschrieben, selbst A. ist, mal abgesehen von all den Tippfehlern und auch einem richtiger Fehler, ganz zufrieden. Nach der widerwärtigen Email gestern mehr…
Erinnerungen…
Freitag, 08.02.08 23:35 Uhr
„Nun weiß ich, was Freiheit ist: Freiheit ist das, was es nicht gibt. Ein Seufzer, eine Idee, ein Absolutes. Wir leben im Konkreten, sehnen uns nach dem Absoluten und enden im Nichts – denn der Tod ist die schreckliche Begegnung, die für das Subjekt ironisch erscheinende Vereinigung von Konkretem und Absolutem. Und Gipfel der Ironie ist, daß dies noch nicht einmal erfahrbar ist für das Subjekt, denn der Tod ist keine Erfahrung.” Kertész
Gedanken eines nachts in Delhi…
Es ist Mitternacht, draußen ist das laute Klopfen des Stockmanns, der bei jedem Schritt seinen Stock auf das Pflaster stößt, zu hören – mehr…
Sprüche aus…
Freitag, 08.02.08, 23:20
“Ein nützlicher Mensch ist mir immer als etwas sehr hässliches erschienen…”
“Wer nicht isst braucht auch nicht zu arbeiten!”
“Ein unzufriedener Mensch ist mir lieber als ein zufriedenes Schwein.” mehr…
Heimat
Sonntag, 03.02.08, 16:50 Uhr
Was bedeutet für mich Heimat?
Heimat hat für mich nichts mit einem Ort zu tun. Über einen sehr langen Zeitraum wechselten wir ständig die Orte und egal, ob wir im Hotel, in einer Wohnung, einem Haus oder Hütte gewohnt haben, an welchem Ort auch immer, ich habe von „Zu Hause“ gesprochen. „Lass uns heim gehen“, ist mir ohne überhaupt nachzudenken leicht über die Lippen gekommen, selbst wenn wir erst einen Tag dort wohnten. Auf Reisen hatte ich niemals Sehnsucht nach Deutschland oder gar einer bestimmten Stadtt. mehr…
Nur Gedanken…
Montag, 28:01.08, 2:01 Uhr
Ich denke man sollte seinen angefangenen Weg zu Ende gehen, doch welches ist eigentlich unser Weg? Früher war alles so einfach, als ich noch denken konnte, das Reisen, andere Länder kennen lernen sei ein Ziel. Zumindest wusste man, was man zu tun hat, nämlich arbeiten und Geld sparen. Wir haben keine Ziele mehr! – Wenn ich so anfange, macht doch alles keinen Sinn mehr, alles wird beliebig! mehr…
Geburtstag
Donnerstag, 24.01.08, 19:17 Uhr
Tja, wie vorausgesehen, die Stimmung ist nicht gut. A. hat alleine das Frühstück gemacht und mich nicht wachbekommen, musste 3 Mal rufen. Und ich, schlechter Stimmung, denke nur daran was zu törnen. mehr...
Wieder genauer hinsehen
Sonntag, 20.01.08, 23:44 Uhr

Nächste Woche hat mein Liebchen Geburtstag, ich habe noch kein Geschenk und weiß auch nicht, wie den Tag besonders gestalten. Nur nichts vornehmen, sonst wird er so öde wie die meisten Geburtsage.
Brauch nur an Weihnachten, Silvester und die Tage dazwischen zu denken – habe mich drauf gefreut, vorher wieder gedacht (wie kann man eigentlich so blöd sein?), wir würden ganz bestimmt was ganz besonderes machen und alles würde supertoll. Je mehr ich mich darauf freue, umso trostloser wird es – da schlägt mir das Schicksal immer ein Schnippchen.
Hätte mich schon gerne ein kleines bisschen mehr in der Hand, würde schon gerne nur ein klitzekleines bisschen mehr…
Fremdheit und Nähe
Freitag, 18.01.08, 22:41 Uhr
Gerade im Blog Melancholie Modeste gelesen und schäme mich ein bisschen, ob meines Geschreibsels. Ich muss mich schwer konzentrieren, um überhaupt einen halbwegs vernünftigen Satz zustande zu bringen. Wenn ich solche Frauen lese, fühle ich mich sehr pubertär.
Andere Menschen bleiben mir immer fremd! Außer A. ist mir bis heute niemand wirklich näher gekommen, mehr…
Nur Dich…
Mittwoch, 16.01.08, 23:46 Uhr
Mein Liebster, wie sehr liebe ich Dich – wie sind wir zusammengewachsen: eins kann ohne das andere kaum existieren. Wir sind im Moment ganz besonders aufeinander angewiesen, zeigen uns in jedem Moment, dass wir uns brauchen; doch immerzu die übergroße Angst, Dir könnte was passieren. mehr...
Wie soll es jetzt weitergehen?
Dienstag, 15.01.08, 00:16 Uhr
Im Moment habe ich wieder mal das Gefühl gestrandet zu sein – wie habe ich immer die Leute verachtet, die Tag für Tag, jahraus, jahrein der gleichen Beschäftigung nachgehen. Der Gedanke auch nur für ein paar Jahre täglich den selben Fahrweg zu haben, die gleichen Menschen zu sehen, die gleiche Arbeit zu machen war für mich unvorstellbar, doch mittlerweile weiß ich, dass das auch vieles einfacher macht. mehr...
Neues Jahr
Donnerstag, 10.01.08, 20:52 Uhr
Ich will das neue Jahr noch nicht annehmen, will einfach noch nicht den alten Trott wieder aufnehmen. Das alte hat ja so mies geendet und wir wissen noch nicht, wo es hingeht für uns – also insofern ist es Blödsinn von altem Trott zu reden, jedenfalls nicht arbeitsmäßg! Da ich den Jahresausklang sehr liebe (besonders die Zeit nach Weihnachten bis Silvester), wegen dem Gefühl der Langsamkeit, dem Gefühl keine Verpflichtungen zu haben oder zumindest sie aufzuschieben, Dinge zu tun, die man sich sonst so nicht gestattet.
Und jetzt ist das Jahr schon mit eiligen Schritten vorangeschritten und ich will noch nicht mit. mehr…
Farbe
Montag, 07.01.08, 21:22 Uhr
Übers Rauchen
Sonntag, 06.01.08
Ich habe nicht aufgehört zu rauchen, habe es mir auch Silvester nicht vorgenommen oder so. A. raucht schon geraume Zeit nicht mehr und das beruhigt mich, da ich immer mehr Angst um ihn habe als um mich. Mittlerweile hat sich mein Konsum bei 2 Zigaretten eingependelt. Damit kann ich ganz gut leben, bin halt nicht so ein konsquenter Mensch: entweder oder, muss mir immer ein Hintertürchen offen halten! mehr…
Über die Liebe und anderes
Donnerstag, 03.01.07
„Wir sehnen uns nach der Liebe, doch wie sehr demütigt sie uns zugleich! Was für ein Sieg ist die Liebe. Und was für eine Tyrannei! Auf ewig quält sie unser Gewissen, so, wie die Schande des blutigsten Verbrechen. ” Kertész mehr...
Verdi und AK: Sofortmaßnahmen
Donnerstag, 03.01.07, 22:52 Uhr
Nach sehr kurzer Nacht schleppen wir uns zu Verdi. Es ist wenig erfreulich: die Situation ist praktisch die gleiche wie bei der Rechtsschutzversicherung. Wir sind noch nicht lange genug dabei, um Rechtsschutz zu haben! Der Anwalt, der uns aber wenigstens umsonst berät, ist auch eher unangenehm; es nervt ihn schon, dass A. etwas ausholen muss, will es natürlich schnell hinter sich bringen. mehr…
Hoffnungslos!
Mittwoch, 02.01.08, 23:55 Uhr
Silvester war ziemlich trübe und ängstlich und wir haben keine großen Hoffnungen für 2008, doch wir werden kämpfen – bloß nicht hängen lassen! Meine Stimmungschwankungen sind im Moment sehr extrem, wechseln oft innerhalb eines Tages und das ist kaum auszuhalten; A. geht es ähnlich! mehr…
Silvester
31.12.07, 15:50 Uhr
Die Stimmung ist mies, müde bin ich auch, der Postbote hat uns gegen 10 geweckt und danach konnte ich nicht mehr einschlafen. Ich möchte kein Jahresrückblick halten, würde mich zu sehr deprimieren, jedenfalls jetzt noch nicht – vielleicht schaff ich es später (mit mehr Hilfsmitteln).
Armer Achim, was bin ich wieder gemein gewesen – doch ich will mich jetzt zusammen reißen! Liebt er mich eigentlich noch? Ich weiß es nicht… mehr…
Weihnachten
Mittwoch, 26.12.07, 00:28 Uhr
So, Heilig Abend und der 1. Weihnachtstag sind überstanden – Feiertage machen mich nervös und ich bin froh, wenn sie gehalten sind. mehr…
Fernweh
Freitag, 21.12.2007
Seit Tagen beschäftige ich mich wieder mit der Überarbeitung meines Reisetagebuchs und schon habe ich Sehnsucht. Unser Leben war so dicht und interessant, wir waren auf unsere Art glücklich; haben alle Höhen und Tiefen gemeinsam ausgestanden. Wie sehr liebten wir uns – und heute? Natürlich ist unsere Liebe noch genauso groß, doch das Alltagsleben hier zerrt an uns. mehr…
Aus und Vorbei
Donnerstag, 20.12.2007
Der langjährige Geschäfstführer ist vor gut 1 1/2 Jahren ziemlich mies rausgeworfen und von allen Geschäften entbunden worden; und die Neue kommt mit A. nicht zurecht. Hat aus Feigheit ihm nicht mal den wahren Grund genannt: nämlich, dass sie mit seiner Intelligenz und Genauigkeit nichts anzufangen weiß – kündigt das Zugpferd mit Vorwänden, es sei kein Geld mehr für ihn da – und lässt alles den Bach runter gehen. Unsere so mühsam aufgebaute Website schauen wir uns jetzt lieber nicht mehr an. Es wird nichts akutalisiert, nur die Startseite wird eher schlecht als recht bedient. mehr…
Philosopher Stones und Falkenexkursion
Sonntag, 16.07.2006
So allmählich kommen wir wieder in “normales Fahrwasser”, wir nehmen auch keine V mehr – doch am Freitag haben wir nach Jahren der Abstinenz mal wieder Pilze (d. h. Trüffel) gefressen! Die Wirkung war gewaltig, doch der Zeitpunkt falsch gewählt: ganz blauäugig sind wir da reingetappt. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, müde und erschöpft, und der Aussicht am nächsten Tag um 5:30 Uhr aufstehen zu müssen, konnten wir uns nicht so richtig einlassen, waren nicht stark genug für die Droge.
Trotzdem absolut interessant – machen wir zu einem besser gewählten Zeitpunkt bestimmt noch mal. mehr…
Und wie geht’s jetzt weiter?
Sonntag, 18.06.2006
Die 5 Wochen Indien im Winter sind schon lange vergessen und seit wir mit C aufgehört haben, arbeiten wir noch mehr – doch der alte Elan, der Antrieb (den man auf C automatisch bekommt) fehlt! Bei allem was ich machen könnte, denke ich, lohnt es sich überhaupt, macht es Sinn – und oft und oft lasse ich es.
Sehnsucht nach unserem früheren Leben… mehr…
Zurückgekehrt
08.01.06
So gegen 3 Uhr früh erreichen wir das Ajay-Guesthouse. Mit einem “prepaid” Taxi sind
wir ziemlich schnell im Pahar Ganj. Für 270 Rp kriegen wir ein passables Zimmer, können auch um diese Uhrzeit noch ganz gut essen (das Restaurant hat die ganze Nacht offen!), so gegen 5 legen wir uns schlafen und pennen an die 12 Stunden durch – ist uns schon Jahre nicht mehr passiert.
09.01.06
Nach knapp 5 Jahren wieder in Delhi: es hat sich nicht viel verändert, außer dass es überall Internetcafes gibt, die 24 h offen sind – übrigens der einzige Platz, wo man sich aufwärmen kann. mehr…


