Bürgerbeteiligung

März 30, 2008 at 0:58 (Dies und Das, Liebe, Schauplätze) (, , , )

Sonntag, 30.03.08, 00:03 Uhr

Was ist Glück? Ein unerwartetes Lächeln von Dir, Hand in Hand einzuschlafen, sich verstehen, ohne groß zu reden; vergessen, dass wir sterben müssen.

Wenn man liebt, hat man eine größere Verantwortung und es wird nicht alles leichter, manches wird auch schwerer. Geteiltes Leid ist im Falle Liebender nicht halbes sondern doppeltes Leid! Die Angst um den anderen ist größer als die um einen selbst! Gestern sind wir getrennt zu dem Arbeitskreis gefahren, A mit dem Rad und ich mit der BVG – ich war unglaublich unruhig, konnte nicht mehr klar denken bis ich A wieder gesehen habe.

„I will carry you my love
If you can carry me
through this summer of our discontent“

Es war wieder eine lange, anstrengende Sitzung, von 16 bis 20:30 Uhr, doch es geht voran, zwar in kleinen Schritten – ist ja auch wirklich nicht einfach, die verschiedenen Interessen auf einen Nenner zu bringen – doch es bewegt sich was. Manchen, besonders Leuten von der BI und den Bezirksämtern wird es schon zu viel, und alles geht ihnen zu langsam. Mir war von Anfang an klar, dass ein Mediationsverfahren eine langwierige und bestimmt nicht einfache Angelegenheit ist. Das Forum tagt zwar nur einmal im Monat, aber wir sind außerdem in 5 verschiedenen Arbeitskreisen – und wir haben Kontakt zu anderen BI’s, was ich für ganz wichtig halte, aufgenommen. Ich hätte nie gedacht, wenn ich an mein früheres wildes Leben denke, dass ich mal Zeit für bürgerschaftliches Engagement aufbringen würde und mich in dem Ausmaß einmische, doch es sind ja die Themen, die mich schon immer interessiert haben: Natur- und Umweltschutz, und wenn man sich erst mal eingelassen hat, hat man auch eine Verpflichtung, kann nicht einfach alles wieder fallen lassen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wie das Durchhaltevermögen der verschiedenen Parteien aussieht! Ich hoffe auch, dass die Bürgerbeteiligung von Politikern und Behörden endlich ernst genommen wird!

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Frühjahrsmüdigkeit?

März 28, 2008 at 23:42 (Frust, Gedanken) (, , , , , )

Freitag, 28.03.08, 23:14 Uhr

Im Moment fühle ich mich alt und nutzlos, ausgerechnet jetzt, wo doch der Frühling anbricht. Angesichts der Tatsache, dass wir sterben müssen und nicht wissen wann und wie, ja eigentlich gar nichts wissen, noch nicht mal was uns morgen erwartet, werde ich mürbe und trostbedürftig. Ich bin immer wieder überrascht, wenn Leute sich verabschieden und so völlig selbstverständlich sagen: „Wir sehen uns dann in einer Woche“, oder ähnliches. Obwohl sie auf keinen Fall sicher sein können, sich je wieder zu sehen. Erstaunlich ist doch, wie gut die Verdrängungsmechanik funktioniert! Es erfordert auch sehr viel Kraft, den Gedanken, dass man jeden Tag sterben könnte, niemals sicher wissen kann, ob man morgen noch lebt, auszuhalten.

Mir machen solchen Gedanken große Angst und meine Verdrängungsmechanik funktioniert nicht. Wenn ich mich von Menschen verabschiede, die ich liebe, denke ich sofort, ich werde sie doch wieder sehen? Wenn man 20 ist, kann man sich noch nicht vorstellen, wie schnell die Zeit später dahineilt…

Also, liebe jungen Leute (und natürlich auch ältere), lasst es Euch nicht vermiesen, genießt die guten Augenblicke und denkt nicht an morgen, denkt nicht an ein morgen, das es vielleicht nicht gibt!

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Luxus

März 23, 2008 at 23:42 (Dies und Das, Gedanken) (, )

Ostersonntag, 23.03.08, 23:37 Uhr

Was ist eigentlich Luxus? Wertvoller Schmuck, teure Klamotten, Autos, Möbel, teure Reisen, Schönheits-OPs?

Ich habe eine andere Definition für Luxus: Muse haben, Zeit zum Denken, Ruhig daliegen und in sich hineinhören, reden mit meinem Liebsten und zuhören, Rucksackreisen, die Schönheit der Unterwasserwelt sehen dürfen, den Tieren im Dschungel begegnen, indische Tempel, im thailändischen Wat Mittagsschlaf halten, die A/C-Class in indischen Zügen, sich über einfaches Essen freuen und es genießen, die künstlichen Paradiese, O…

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Kein Weg, doch in der Ferne ein Licht!

März 21, 2008 at 22:34 (Dies und Das, Frust) (, )

Karfreitag, 21.03.08, 22:25 Uhr

Heute hätte mein Väterchen Geburtstag – wenn ich an ihn denke erfasst mich immer eine hilflose Traurigkeit…

Ich kann im Moment nicht richtig nachdenken, und wenn ich es tue, komme ich zu keinem Ergebnis: alles ist offen, ich sehe keinen Weg. Ich möchte mich nur ablenken, möchte nicht denken, mich nicht erinnern.

Seit Tagen, Wochen oder sinds schon Monate stöbere ich abends und nachts in allen möglichen blogs. Es fängt immer so an, dass ich denke nur mal kurz gucken, und dann klicke ich von einem blog auf den nächsten, will eigentlich was anderes, sinnvolleres machen. Es gibt ja wirklich sehr gute blogs, doch wenn man so von einem zum anderen und zum nächsten liest, ist man hinterher völlig wirr im Kopf – so als hätte man mehrere Filme an einem Abend gesehen. Es ist ja fast schon wie ne Sucht, muss dies unbedingt ändern, deswegen schreibe ich es auf. Ist auch wieder sehr naiv von mir, zu denken, ich würde mich an mein Vorhaben halten, nur weil ich es hier hingeschrieben habe.

Ich sehe Licht am Ende des Tunnels, wenn’s auch nur ne Funzel ist, doch Licht!

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Travel-Leben

März 14, 2008 at 23:35 (Gedanken, Rückblicke, Schauplätze) (, , , )

Freitag, 14.03.08, 22:09 Uhr

Nun da mir so ne Art Qualifizierungsmaßnahme dräut, erinnere ich mich wieder zwanghaft an unser Reiseleben. Wie sehr habe ich es geliebt, nur so viele Sachen zu besitzen, die ich notfalls auch (meistens hat A geholfen) selbst wegschleppen kann – und auch die waren mir oft noch zu viel und zu schwer…

Das schwerste waren natürlich immer die Bücher, die wir dann überall gebunkert haben. Bei unserer letzten Reise fiel auch das weg, da wir ein kleines, sehr leichtes Notebook dabei hatten und so kaum noch Bücher oder CDs brauchten.

So wenig zu besitzen gibt einem ein Gefühl von Schwerelosigkeit, und der Gedanke, Baratupurinnerhalb von na sagen wir mal 2 Stunden alles gepackt zu haben und Abreise bereit zu sein, machte mich froh und fast glücklich. Und alles was man besitzt ist wertvoll, man überlegt es sich dreimal ehe man etwas weggibt oder gar wegwirft, selbst alte Plastikbeutel haben noch einen Wert. Doch jedes Hotelzimmer, jede Strandhütte bekam unsere persönliche Note, und wie oft habe ich unsere kargen Zimmer liebevoll betrachtet, da sie nach wenigen Stunden nach uns aussahen, war traurig, wenn wir ein liebgewordenes Zimmer wieder verlassen mussten. Gekocht haben wir natürlich auch überall, unser Spirituskocher hat uns gute Dienste erwiesen, vorausgesetzt wir hatten Spiritus, der nicht immer leicht zu finden war, besonders in Indien nicht. Dort ist er manchmal unmäßig teuer, damit die Einheimischen kein alkoholisches Getränk daraus breiten. Auf unsere frugalen Meals haben wir uns immer ganz besonders gefreut und es als Luxus empfunden, ganz alleine essen zu können und nicht mit anderen Travellern in überfüllten Touri-Fressställen zu sitzen und Travellergarn anhören zu müssen.

Eigentlich leben wir immer noch so, als wollten wir bald abreisen; wir haben uns nie richtig eingerichtet:Damals unser Mobiliar ist eher zufällig – ist uns auch nie wichtig gewesen, nur Computer und Notebook, da musste es was gutes sein. Wir leiden auch beide sehr, wenn diese mal ausfallen. Fernseher und so was brauchen wir nicht, Musik hören wir auch nur über den Computer. Es war nie mein Ding LPs und später CDs zu sammeln, da ich nie Lust hatte eine ganze CD zu hören. Da ist Internetradio einfach ideal, die Vielfalt ist unglaublich – konventionelles Radio können wir gar nicht mehr hören, morgens schon vollgequasselt zu werden, ist doch ätzend. Zum Glück sind wir beide Eulen und lassen uns gegenseitig morgens in Ruhe. Ich war mal mit einer Lerche zusammen, der noch vor dem Frühstück Pläne geschmiedet und laut gepfiffen hat. Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte ihn gelyncht, doch wir haben uns noch rechtzeitig getrennt. Wenn man zusammenzieht, sollte man sich gut überlegen, ob man den gleichen Rhythmus hat – sonst gibt’s Probleme.

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