B: Penang
1999
Für manchen hält das Leben so gar nichts bereit, hier im Hotel z. B. muss ein armer, etwas irre aussehender, kranker Chinese – undefinierbaren Alters – die gesamte Dreckarbeit machen: hat er die Zimmer, Klos etc. gereinigt, die Bettwäsche gewaschen, sitzt er unter einem Durchgang zur Küche auf einem Bürostuhl und reißt sich, wie ein eingesperrter Affe, die Haare aus – stundenlang. Nachts sitzt er an der Rezeption. Manchmal, wenn wir am Tag an seinem Stuhl vorbeigehen, fällt ihm gerade die Zigarette aus der Hand… und wann darf er eigentlich schlafen?